19. Internationale und 75. Edgar-Heyne-HZP

vom 25.-28. September rund um Werne

Seit nunmehr 75 Jahren trifft sich die Pudelpointerfamilie Ende September, um die Jährlinge des Zuchtjahrgangs im Rahmen der Edgar Heyne HZP zu sichten und zu prüfen.

In diesem Jahr durfte die LG Westfalen Gastgeber sein; wir waren sehr gut vorbereitet auf die Gäste, die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten. Zum Anlass des 75ig jährigen Jubiläums lag eine Festschrift aus, ein schön illustriertes Programmheft rundete die Veranstaltung informationstechnisch ab.

So eine exklusive Prüfung steht und fällt mit der Auswahl der Reviere und der kundigen Revierführer.
Sowohl das eine als auch das andere war bestens vorbereitet, ein herzliches Dankeschön geht an die Revierinhaber und die Revierführer! Die Revierauswahl war erste Klasse, Wild war reichlich vorhanden, es standen auch einige Ausweichreviere zu Verfügung, falls es eng geworden wäre.

Das Suchenlokal Simonsmeier war Dreh und Angelpunkt der Veranstaltung. Gastwirt Max zaubertereichlich Kulinarisches, vom Eintopf zum Mittag über den Eisbecher zum Nachtisch (der auch schongerne an Stelle vom Mittagessen genommen wurde
), bis zum „Krüstchen“ in der Abendkarte. Mit ordentlich Wertmarken ausgerüstet blieben auch keine Wünsche bei den Getränken offen. Vielen Dank an Max und seine Mädels für die freundliche und umfangreiche Bewirtung.

Die gesamte Organisation lief nahezu reibungslos ab– die Prüfungsleitung war auf jede Eventualität vorbereitet, so dass sich alle voll auf die Arbeit der Hunde konzentrieren konnten.

Die Jahreshauptversammlung am Freitagabend war sehr gut besucht. Unser Vorsitzender Uwe Steinhauer moderierte sachlich und berichtete über das vergangene Jahr. Wir konnten für das vakante Amt der Schriftführerin Frau Heide Lehmann von der LG Bayern gewinnen.

Selbst das Wetter spielte noch mit: wir starteten bei Sturm und etwas Regen, das Wetter besserte sich jedoch mit jedem Tag, so dass wir auf der Zuchtschau am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein die Prüfung beenden konnten.

Am frühen Freitagmorgen gings dann mit einer musikalischen Begrüßung los. Hundeführer, Richter, Revierführer und Helfer sammelten sich und wurden von Prüfungsleiter Uwe Steinhauer in ihren Gruppen aufgerufen.

Das Wasser, im Revier unseres Hundefreundes Ferdinand, war gewohnt schwer und forderte unsere Prüflinge ordentlich heraus. Hier konnten die Hunde die ganze Bandbreite ihrer Passion zeigen. Zur Belohnung gab es einige 11en, bei zwei Hunden konnte die 12 in der Nasenleistung bestätigt werden.

Fritzi II vom Orsoyer Land zeigte die beste Wasserarbeit, so dass Hundeführer Bernd Schatz den Hollandpokal entgegennehmen durfte. Eine schöne Überraschung und ein herzliches Waidmannsheil dazu.

Michaela sortierte am Gewässer routiniert und gewohnt professionell Enten, Menschen und Hunde. Gut, dass sie den Überblick bewahrte und die Prüfung als stellvertretende Suchenleitung engagiert unterstützte. Uwe fand am Festabend passende Dankesworte nebst herzlicher Umarmung und einem wunderschönen Blumenstrauß.

Michaela konnte zudem für die Leistungen der drei F`s aus ihrem Zwinger vom Orsoyer Land den Züchterpreis für den erfolgreichsten Zwinger auf der Edgar Heyne aus Uwes Händen entgegennehmen; eine herausragende Züchterleistung, die nur mit begeisternden Hundeführern und Motivation und Unterstützung durch die Züchterin zustande kommen kann.

In diesem Zusammenhang kann ich im Hinblick auf die Wertigkeit und Aussagekraft der Edgar Heyne geprüften Hunde für die gesamte Zucht nur dazu raten, dass die Züchter und Landesgruppen ihre Welpenbesitzer über die vereinseigenen Prüfungen, insbesondere über die Edgar–Heyne Prüfung informieren und sie dahingehend zu motivieren an dieser Prüfung teilzunehmen. Denn – ganz im

Ernst– auch wenn natürlich verschiedene Gründe dazu führen können, an dieser Prüfung als Hundeführer nicht teilnehmen zu können– dass nur 10 Hunde aus einem Jahrgang mit 111 Welpen starten, ist wirklich kaum nachvollziehbar. Zumal die Prüfungsbedingungen auf dieser Veranstaltung nahezu herausragend sind.

Ich kann dazu nur sagen: selbst schuld wer nicht dabei gewesen ist. Den Geist der PPs und Edgar Heynes trifft das Vereinsmitglied und der passionierte Hundeführer hauptsächlich auf dieser wunderbaren Veranstaltung.

Danke an alle die sich den Anforderungen gestellt haben!

Ja – und nun zu unseren Hauptakteuren: den Pudelpointern. Von ursprünglich ca 15 Nennungen blieben dann bis zum Vorabend des Prüfungsbeginns 10 Hunde übrig, die dann auch die Prüfung antraten.

Die Landesgruppen Nord-Ost, Schleswig-Holstein und Pfalz stellten in diesem Jahr leider keine Suchengespanne. Trotzdem waren Schlachtenbummler, Züchter und Richter aus diesen Landesgruppen angereist, um am Familientreffen teilzunehmen.

LG Westfalen startete mit vier Gespannen, LG Niedersachsen, Rheinland, Bayern und Hessen mit jeweils einem Gespann. LG Mitteldeutschland reiste mit dem Vater-Sohn Hundeführer Duo Glenn und Konrad Jahn samt Familie und Fanklub an.

Alle 10 Hunde konnten die diesjährige Zuchtausleseprüfung bestehen.

Wir konnten für Niro von der Burg Wettin und für Onya von der Borg eine 12 in der Nasengüte bestätigen: in der Richtersitzung am Samstagnachmittag kam Richterobmann Karl Heinz Baumbach während der Berichterstattung so wunderbar ins Schwärmen über die Arbeit von Onya, das ihm vor Begeisterung der Hals eng wurde. Ein besonders schöner Moment, wenn so viel Herzblut fließt.

Für sechs Hunde konnte der Laut bestätigt werden. Dies ist natürlich dem gründlichen Richten und den hervorragenden Revieren geschuldet. Vielen Dank dafür.

In Form und Haar konnten sich alle Prüflinge sehen lassen- besonders hervor hob sich der Rüde Neon von der Burg Wettin mit seinem Hundeführer Konrad Jahn. Neon bekam das begehrte V im Haar. Ein herzliches Waidmannsheil an die Zuchtgemeinschaft „von der Burg Wettin“!

Die Züchtergemeinschaft „von der Burg Wettin“ erhielt zudem den Wanderpreis „Keilerfigur“ für Niro von der Burg Wettin als jüngster PP mit Härtenachweis. Ein herzliches Waidmannsheil dazu.

Suchensieger wurde unser LG Mitglied, Richter und erfahrener Hundeführer, stets gut gelaunter und sehr sympathischer Uwe Breiderhoff mit seiner Hündin Onya von der Borg. Für diese beiden passte alles an diesen Tagen im September. Onya erlangte unfassbare 195 Punkte sil sg/sg. Uwe konnte es kaum glauben, als er zur Preisverleihung aufgerufen wurde– ein allerherzliches Waidmannsheil dazu!

Züchter Walter Betke bekam für diese Leistung den USA Preis für die Hündin mit der besten Punktzahl. Uwe Breiderhoff konnte für Onya den Preis für die beste Feldarbeit entgegennehmen. Ein toller Moment für alle!

Der am weitesten gereiste Hundeführer Matthias aus der Landesgruppe Bayern errang mit seiner Ora von der Borg einen 6. Platz mit 180 Punkten sil sg /sg. Matthias hatte von Anfang bis Ende eine unerschütterlich gute Laune – vielen Dank dafür!

Den Festabend mit Preisverleihung und Danksagungen moderierte Suchenleiter Uwe gekonnt und souverän. Die Jagdhornbläser des Hegerings Werne spielten zur Begrüßung auf, ein Gänsehautmoment, wenn so viele Hörner auf einmal ertönen. Vielen herzlichen Dank dafür.

Die Stein –Pudelpointer als Ehrengabe für Hundeführer und Helfer waren ein tolles Highlight! Gefertigt von Karl und Monika Jacobi. Monika konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Liebe Jacobis, alle haben sich sehr über Eure Idee gefreut. Vielen Dank dafür.

Der Festabend klang– so hörte man– in der Wagenburg auf dem Parkplatz des Suchenlokals erst in den frühen Morgenstunden aus… Die Camperfraktion erschien dennoch am Sonntagmorgen erstaunlich frisch und pünktlich zur Züchterbesprechung im Suchenlokal.

Unsere Zuchtwartin Dr. Annelie Hartmann, die auch als Spezialzuchtrichter – Obfrau der Form und Haar Bewertung agierte, moderierte die Züchterbesprechung kurzweilig und informativ. Die Teilnehmenden erschienen allerdings etwas wortkarg, was eventuell auf die kurze Nacht zurückzuführen werden könnte…

Krönender Abschluss der diesjährigen Edgar Heyne HZP war dann die Zuchtschau, auf der die teilnehmenden Hunde detailliert in Form und Haar durch die Zuchtwartin vorgestellt wurden.

Zudem wurden Familienstämme und weitere Pudelpointer vorgestellt.

Leider verloren Annelie und ich zwischendurch irgendwie den Überblick – aber wir haben es dann doch noch zu einem guten Ende gebracht. Nächstes Mal wird’s besser– wir haben auf jeden Fall einen Plan!

Dazu sei noch kurz angemerkt das die Zuchtschau der Abschluss der Prüfung ist und damit auch eine Teilnahme aller vorgestellten Hunde angebracht ist. Die halbe Stunde ist sicherlich nach der ganzen Anstrengung noch gut zu investieren. Schon allein, weil es einfach schade ist, wenn der Pudelpointer nicht mehr gezeigt werden kann.

Nächstes Mal wird auch das besser– hoffe ich.

So – was gibt es noch zu berichten? Frage ich so durch die Reihen was am schönsten gewesen ist bekomme ich die Antwort– alle mal wieder zu sehen und die Hunde zu beobachten.

Diese Tage um die Edgar Heyne ist wirklich eine besondere Zeit mit besonderen Menschen und besonderen Hunden.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn es heißt:

Pudelpointer zu Gast bei der Landesgruppe Bayern.

Bis dahin viel Waidmannsheil auf Euren Wechseln und Wegen!

Für die LG Westfalen
Susanne Böhne
… hieß es bereits zum achten Mal, nachdem die Edgar-Heyne-HZP im Jahr 1976 zum ersten Mal in Bayern ausgetragen wurde. Entstanden aus einer Idee beim Sommerfest der Landesgruppe Bayern im August 2025, haben die LG Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam die 76. Edgar-Heyne-HZP auf den Weg gebracht.
 
Kaum ein Jahr Arbeit später durften wir alle zusammen eine kleine, aber feine HZP in Roding in der schönen Oberpfalz im Landkreis Cham erleben. All das ist nur umsetzbar, wenn Freunde Hand in Hand arbeiten, ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und dieses fokussiert vorantreiben. Eine solche Unterstützung kann man nicht genug wertschätzen, und daher gilt es an dieser Stelle erst einmal, Danke zu sagen:
  • Danke an Georg Mohn, der als damaliger Obmann der LG BW sofort seine Unterstützung zugesagt hat. Im Laufe des Jahres hat er den Staffelstab der Landesgruppe an Dr. Rainer Schiele weitergereicht. So hatten wir gleich zwei tatkräftige Begleiter auf dem Weg zur EH 2026.
  • Danke an Michael Krottenthaler und Sandra Möllney, die sofort die Verantwortung für eine Prüfung dieses Ausmaßes als Prüfungsleiter und stellvertretende Prüfungsleiterin übernommen haben.
  • Danke an die vielen helfenden Hände im Hintergrund. Oft sieht man sie nicht, aber sie sind immer da: Familie und Freunde. Menschen, die uns selbstlos unterstützen, selbst wenn sie gar nicht dem Verein Pudelpointer angehören. Genau für solche Fälle hat man Familie und Freunde, und man kann ihre Leistung nie hoch genug anrechnen.
  • Danke an die Richter, die aus der ganzen Republik angereist sind und sich die Zeit genommen haben, unsere Pudelpointer-Jährlinge zu begleiten und zu begutachten.
  • Danke an die Revierinhaber Sepp Wanninger sowie Martin und Antonia Kuchenreuter, die uns hervorragende Reviere zur Verfügung gestellt haben.
  • Danke an [Name/Ort] für das tolle Gewässer, das auch den Zuschauern einen wunderbaren Überblick bot.
  • Danke an das Suchenlokal Gasthof Hecht und die Gaststätte Heilbrünnl. Wir waren dort mit unseren Hunden herzlich willkommen und wurden bestens – auch mit kulinarischen Köstlichkeiten – versorgt.

 

Der größte Dank gilt jedoch den Hundeführern. Sie haben unzählige Stunden, viel harte Arbeit und Herzblut in die Ausbildung ihrer Pudelpointer gesteckt – von den finanziellen Kosten einmal ganz abgesehen. Sie sorgen dafür, dass diese Zuchtausleseprüfung überhaupt ihre Daseinsberechtigung hat. 

Wir gratulieren den Gespannen, welche die Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben, von ganzem Herzen ♥ Unser Respekt gebührt all jenen, die dieses Mal nicht so viel Glück hatten, aber dennoch bis zum Ende der Veranstaltung geblieben sind, um ihre Mitstreiter zu unterstützen und sich mit ihnen zu freuen.

 

Es war eine rundum harmonische Prüfung bei bestem Herbstwetter. Über die gesamten vier Tage hinweg war deutlich das Gefühl zu spüren, dass sich hier die große Pudelpointer-Familie trifft, um gemeinsam eine großartige und unvergessliche Zeit zu verbringen.

 

Nun wünschen wir euch viel Freude mit den Bildern, die uns Christiane Weimer zur Verfügung gestellt hat – auch ihr gilt an dieser Stelle ein ganz besonderer Dank!